Serif (mit Serifen)
Der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund. 1234567890 – Typografie wirkt stärker, als man denkt.
- wirkt traditionell / editorial
- gut für längere Texte (Print & „Lesetext“)
- oft mehr „Charakter“
Typografie – Basics
Kurz gesagt: Serifen sind die kleinen „Füßchen“ an Buchstaben. Sie verändern den Charakter und oft auch die Wirkung eines Textes. Hier ist der Unterschied – mit Beispielen.
Serifen sind kleine Striche/Endungen an Buchstabenformen – z.B. am unteren Ende eines „T“ oder an den „Füßen“ eines „I“. Serifenschriften wirken dadurch oft klassisch, ruhig und „buchig“.
Merksatz: Serifen = kleine Abschlüsse an den Buchstaben.
Serifenlose Schriften (engl. Sans Serif) haben diese Abschlüsse nicht. Die Formen sind meist einfacher und klarer. Das wirkt oft modern, neutral und sehr „UI-/Screen-nah“.
Unten siehst du denselben Text in einer Serifenschrift und in einer serifenlosen Schrift. (Wenn du die genannten Fonts nicht installiert hast, nutzt dein Browser sehr ähnliche Ersatzschriften.)
Der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund. 1234567890 – Typografie wirkt stärker, als man denkt.
Der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund. 1234567890 – Typografie wirkt stärker, als man denkt.
In gedruckten Texten können Serifen das Auge subtil entlang der Zeile führen. Deshalb sieht man Serifenschriften häufig in Büchern, Magazinen und längeren Artikeln.
Auf Bildschirmen (vor allem bei kleinen Größen) profitieren viele Sans-Serif-Schriften von einfachen, offenen Formen. Moderne Webfonts wie Inter sind gezielt für UI-Lesbarkeit optimiert.
Praxis-Tipp: Entscheidend ist nicht nur „Serif vs Sans“, sondern auch Schriftqualität, Größe, Zeilenabstand und Kontrast.
Nicht pauschal. In Print und bei längeren Texten werden Serifen oft als angenehm empfunden. Am Bildschirm (kleine Schriftgrößen) sind hochwertige Sans-Serifs häufig klarer. Entscheidend ist die konkrete Schrift + Typografie-Einstellungen.
Ja – das ist sogar sehr üblich: z.B. Überschriften in Serif (Charakter) und Fließtext in Sans (Klarheit) oder umgekehrt. Wichtig ist, dass die Kombination harmoniert (ähnliche x-Höhe, ähnliche Strichstärke).
„Grotesk“ ist ein Begriff für frühe serifenlose Schriften (historisch). Heute wird er oft einfach als Synonym für Sans Serif benutzt.